5.4.05

Loslassen ist so verdammt schwierig...auch wenn es Pfunde sind..

Mittlerweile bin ich auch davon überzeugt dass das Fett einen erdrückt...für mich ist das alles im Moment wie eine Befreiung. Nee im Ernst seit ich abspecke schlafe ich besser und bin morgends viel ausgeruhter. Scheint also doch was dran zu sein dass man als Megapfundsweib fast von seinem Speck erdrückt wird ?

Ich nehme weiterhin rasant ab...es ist als ob mein Körper eine Schwelle überschritten hat als ob eine Blockade gelöst wurde und nun lässt er los. Pfund für Pfund. Seit heute sind nun 21 Kilo weg und ich hab Nummer 22 in Angriff genommen. Die Reaktionen kommen nun immer häufiger denn man sieht es mir nun schon recht gut an. Die andern Menschen bemerken es, aber ich irgendwie nicht so richtig.... Mein Kopf kommt irgendwie nicht hinterher..

Im Moment habe ich eine Phase wo es mir nicht so doll geht. Am Sonntag musste ich wieder erbrechen. Wenn ich bloss genau wüsste was es auslöst? Manchmal ekle ich mich vor Dingen und dann ist Sense. Heute auch wieder. Ich habe noch nichts gegessen ich kann im Augenblick nicht. Wenn ich Essen bloss sehe wird mir übel. Das kann aber heute Abend schon wieder anders sein... Ich denke so langsam kommt der Moment wo ich wirklich begreife was mit mir passiert und ich glaube meine Seele hinkt da ein wenig hinterher. Klar freue ich mich über die Abnahme. Aber ich habe auch Angst davor. Ich weiss nicht wie ich das erklären kann...mit jedem Pfund weniger verliere ich meine Schutzschicht, meinen Panzer...ich werde wieder zu Diane. Aber dadurch werde ich auch verletzlicher. Ich denke viele von euch wissen was ich meine. Und bitte nicht falsch verstehen. Es geht mir nicht schlecht. Es ist eine Phase die ich gerade durchmache an der ich euch teilhaben lasse. Ich hab mir ja vorgenommen euch hier ehrlich zu berichten wie es mir geht und dabei eben nicht nur die guten Seiten von der OP.

Dies hier ist auch Neuland für mich aber ich denke dass ich damit klarkomme ;-)) Und wie gesagt...morgen sieht die Welt schon bestimmt wieder anders aus.

Trotzdem, genau das ist das was ich meinte. Ich bin an und für sich ein sehr starker Mensch und ich lasse mich nicht so schnell unterkriegen. Ich könnte mir aber vorstellen dass ein psychisch labiler Mensch genau so in eine echte Depri abrutschen kann. Ich habe zur Zeit immer mehr Lust auf Süsses...aber ich widerstehe aus Angst vor dem Dumping UND weil ich es einfach nicht will. Ich habe Phasen des Ekels vor verschiedenen Lebensmitteln die mir unerklärlich sind. Insbesondere jetzt vor Fleisch. Bis vor wenigen Tagen war ich euphorisch. Im Moment bin ich sehr nachdenklich. Es geht so hin und her. Was mir auch sehr weh tut ist dass ich nun erst so wirklich begreife WIE dick ich war...wie konnte es bloss dazu kommen?? Warum hab ich nicht vorher meine Grenze gefunden? Ich versteh mich selber nicht mehr..

Das Problem liegt denke ich daran dass die alte Diane und die neue Diane miteinander im Klinsch liegen...akzeptiere ich die alte Diane muss ich die neue in Frage stellen...akzeptiere ich die neue kann ich nur die alte in Frage stellen..versteht ihr was ich meine??? So oder so hat ein Teil von mir die A-Karte gezogen und das ist ein Sch...gefühl denn bisher war ich eigentlich immer die die jedem predigte dass ich alles was ich bisher getan habe akzeptiere und eigentlich immer zu meinen Entscheidungen stand...nun sehe ich dass ich mir so verdammt viel vorgemacht habe. Jaja es ist nicht nur mit der OP getan...jetzt begreife ich dass hier noch verdammt viel Kopfarbeit hinzukommt..

ABER ich schaff das !!!

Und bitte seht es nicht als Jammermessage an! Das ist es nicht denn an und für sich geht es mir gut. Aber es ist eben nicht nur alles eitel Sonnenschein ;-)))

Es ist paradox...da hat man alles was man sich wünschen kann...ich habe glückliche gesunde Kinder, einen Mann der mich auf Händen trägt egal mit welchen Gewicht. Es geht uns finanziel gut...warum also kam es dazu dass ich soooo dick wurde? Wieso fand ich nicht diese Bremse wie andere, zumal ich habe ja nie gesagt dass ich mich wohlfühle mit dem Gewicht? Und ja warum musste es soweit kommen dass ich diese OP machen musste? Es ist unfassbar was man sich selber antun kann...zum Schluss nun sage und schreibe 153 Kilo dieses ewige Auf und Ab. Klar, ich weiss dass ich nie wieder so dick werden kann...aber tief drinnen sitzt die Angst dass es doch nochmal so werden könnte. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch ich kann alle Tiefen und Höhen wirklich gut durchleben aber ich denke dass meine Gefühle im Moment Achterbahn mit mir fahren ...aber klar schaff ich das auch noch!

Aber ich werde ein Leben lang ein Suchtmensch bleiben...wie eben ein Alkoholiker auch. Das bin ich mir nun so richtig bewusst geworden. Und ich habe begriffen was es heisst dass nur der Körper nicht der Kopf operiert wurde. Ich denke auch dass man darauf nicht vorbereitet ist. Auch nicht auf den Umstand wie es sich anfühlt so schnell so viel abzunehmen und wie man da hinterherkommen soll. Ich bin auch hin und hergerissen zwischen Stolz und Scham. Ich bin stolz dass ich abnehme aber es geht so einfach....ich muss nicht wirklich dafür "kämpfen". Bisher musste ich irgendwie für alles im Leben kämpfen, das hier fällt mir quasi in den Schoss und ich muss lernen damit umzugehen ! Naja so richtig in den Schoss fällt es mir auch nicht...ich arbeite schon mit und nutze meine Chance! Ach ist alles irgendwie konfus...

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Oh du Fröhliche ....

Hallo ;-) Diesmal hat es nicht ganz so lange gedauert bis ich mich mal wieder melde. Ist doch echt ne Verbesserung oder? Was ist inzwische...